Das erste, das einem auffällt, wenn man das Zimmer von Else Speith betritt, sind die zahlreichen Fotos von ihrer Familie, die die Wände schmücken. Sie hat sich ihr eigenes Reich ganz nach ihrem Geschmack eingerichtet. Stolz zeigt sie uns Bilder von ihren drei Kindern, ihren Enkelkindern und Urenkelkindern. Ihnen hat sie es zu verdanken, dass sie zum Pro Seniore Domizil Duisburg-Rheinhausen kam.
Ursprünglich kommt Frau Speith nämlich aus Essen. Doch vor 9 Jahren ist ihr Mann, mit dem sie ganze 61 Jahre verheiratet war, gestorben. Mit einem Lächeln betrachtet Frau Speith das Foto von ihrer Goldenen Hochzeit. „Ich bin zunächst allein in der Wohnung geblieben, aber mir ging es in letzter Zeit nicht so besonders gut.“ Sie wurde bereits vor ihrem Einzug in die Residenz aufgrund einiger Beschwerden voneinem ambulanten Pflegedienst betreut. Als sie zweimal innerhalb kurzer Zeit in ihrer Wohnung zusammenbrach – einmal wegen eines Herzinfarktes, einmal wegen eines Schlaganfalls – wurde klar, dass sie nicht länger alleine bleiben konnte. Ihre Kinder konnten sie nicht bei sich aufnehmen und suchten daher eine schöne Senioreneinrichtung für ihre Mutter. „Sie haben sich viele Heime angesehen und schließlich das hier ausgesucht. Hier bin ich jetzt 14 Monate.“
Hat sich gut eingelebt
Die erste Zeit war nicht unbedingt leicht für Else Speith, denn sie war immer sehr selbstständig und hatte eine sehr schöne Wohnung in Essen. Doch auch wenn ihre Heimat ihr manchmal fehlt, hat sie sich inzwischen gut bei Pro Seniore eingelebt. „Es sind alle sehr nett hier. Man bekommt sofort Hilfe, man muss nur schellen.“ Außerdem ist die Rentnerin froh, ihre Familie in ihrer Nähe zu haben. „Meine Kinder kommen jede Woche.“, erzählt sie uns strahlend. Mit ihrer ältesten Tochter macht sie gerne mal Ausflüge in die Umgebung. „Die ist schon oft mit mir weggefahren, zum Beispiel zum Kloster Kamp oder einfach mal einen Kaffee trinken.“
Kreativ sein macht ihr Spaß
Auch das vielfältige Betreuungsangebot des Hauses nutzt Frau Speith gerne. „Hier wird schon einiges angeboten.“ Wenn sie mal lieber für sich alleine ist, malt sie gerne auf ihrem Zimmer. Stolz zeigt sie uns die zahlreichen Malbücher, die sie fein und sorgfältig mit Farbe gefüllt hat. Außerdem hat sie Spaß am sogenannten „Diamond Painting“ gefunden, bei dem man bunte Strasssteine zu schönen Bildern zusammensetzt. „Mein Sohn bringt mir bald wieder ein Neues mit, weil ich das hier schon wieder voll hab.“, erzählt sie uns lächelnd. Die einstige Damenschneiderin war schon immer gerne kreativ: „Ich habe bei einer sehr guten Meisterin gelernt, bei der ich war, bis ich geheiratet habe. Das war einfach mein Traumberuf, daher war ich ganz traurig, als ich wegen meinen Händen nicht mehr so viel nähen konnte.“
Dankbar für die große Hilfsbereitschaft
Leider fiel ihr auch das Malen in letzter Zeit etwas schwieriger, da sie große Schmerzen im Arm hatte. Doch glücklicherweise hat sie hier schnell ärztliche Hilfe erhalten und wurde bestens versorgt. „Die Leute hier sind wirklich für einen da, gerade jetzt, als ich ins Krankenhaus musste. Ich bin hier sehr zufrieden.“